Zeitung unten, dünne Scheite darüber, dicke obendrauf: So haben die meisten gelernt, ein Feuer zu machen. Es geht aber besser. Beim Anfeuern von oben verbrennt das Holz sauberer, es entsteht deutlich weniger Rauch, und du holst mehr Wärme aus dem gleichen Holz.
Warum von oben?
Wenn das Feuer oben brennt, ziehen die Gase aus dem darunterliegenden Holz durch die Flamme und verbrennen dort. Beim Anfeuern von unten entweichen sie dagegen zu einem grossen Teil unverbrannt als Rauch durch den Kamin. Das ist schlecht für die Luft und schlecht für deinen Kamin.
Schritt für Schritt
- Grosse Scheite unten: Lege zwei bis vier Buchenscheite mit etwas Abstand in den Brennraum.
- Anfeuerholz darüber: Darauf kommen vier dünne, kreuzweise geschichtete Stücke Anfeuerholz, am besten Nadelholz.
- Anzünder obendrauf: Lege einen Anzündwürfel oder eine Anzündhilfe aus Holzwolle ganz oben zwischen das Anfeuerholz.
- Luft auf, anzünden: Öffne die Luftzufuhr ganz und zünde oben an. Das Feuer brennt sich langsam nach unten.
- Nachlegen, wenn nur noch Glut da ist: Lege erst nach, wenn keine Flammen mehr sichtbar sind, und dann nur wenige Scheite auf einmal.
Drei Fehler, die du vermeiden solltest
- Feuchtes Holz: Es raucht und gibt wenig Wärme. Brennholz sollte unter 20 Prozent Restfeuchte haben.
- Zu wenig Luft: Wer die Luft zu früh drosselt, erstickt das Feuer. Es qualmt und verrusst die Scheibe.
- Abfall verbrennen: Karton, beschichtetes Holz oder Abfälle gehören nicht in den Ofen. Das ist schädlich und in der Schweiz verboten.
Das richtige Holz dazu
Unser Buchenholz ist ofenfertig getrocknet (unter 16 Prozent Restfeuchte) und 33 cm lang. Es brennt ruhig und bildet eine lange Glut. Mehr Tipps fürs Cheminée findest du in unserem Artikel Brennholz im Cheminée.